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Wenn auf der Karriereleiter ein unbekanntes Hindernis steht

Veröffentlicht am 08.06.2024
Wenn auf der Karriereleiter ein unbekanntes Hindernis steht
Die Absage für eine Beförderung kann enttäuschend sein – umso mehr, wenn das Feedback lautet, man sei noch nicht dafür bereit. Solche Rückschläge bieten jedoch wertvolle Gelegenheiten für Wachstum und Reflexion.
von Emilia Sommerau, Redaktorin Commercial Publishing bei Somedia Promotion

Wenn der Aufstieg auf der Karriereleiter durch eine Absage blockiert wird, kann das frustrierend sein – besonders, wenn das Feedback unklar bleibt. Doch genau in diesen Momenten liegt eine wertvolle Gelegenheit: die Chance, sich selbst zu hinterfragen und gezielt weiterzuentwickeln. Mit detailliertem Feedback und einem klaren Plan zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten lässt sich ein Rückschlag in eine starke Grundlage für zukünftiges Wachstum verwandeln. So wird aus der Enttäuschung eine neue Perspektive für die berufliche Zukunft.
 
Nur konkretes Feedback bringt weiter
Aussagen wie «noch nicht bereit» sind oft zu vage, um daraus konkrete Massnahmen für sich ableiten zu können. Deswegen ist es wichtig, um detaillierte Beispiele oder Bereiche, in denen man die eigenen Fähigkeiten verbessern kann, zu bitten. Detailliertes und spezifisches Feedback ermöglicht es, gezielt an den eigenen Schwächen zu arbeiten. Wenn man beispielsweise erfährt, dass die eigene Präsentation beim Vorstellungsgespräch in bestimmten Bereichen nicht überzeugend war, kann man daran arbeiten, die eigenen Präsentationstechniken zu verbessern. Oder wenn es an Erfahrung im Budgetmanagement mangeln sollte, kann man so nach Möglichkeiten suchen, finanzielle Aufgaben in der aktuellen Rolle zu übernehmen. Solches Feedback ist sehr wertvoll und soll unbedingt in den eigenen persönlichen Entwicklungsplan (PDP) integriert werden. So erstellt man den eigenen Fahrplan für Wachstum.
 
Den Blick ins Innere wagen
Eine ehrliche Selbstbewertung der eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen kann in einer solchen Situation hilfreich sein, vor allem dann, wenn man das erhaltene Feedback mit der eigenen Einschätzung vergleicht. Bereiche wie Führungsstil, bisherigen Erfolge und zwischenmenschliche Fähigkeiten können so umfassend betrachtet werden. So lassen sich Lücken in den eigenen Kompetenzen identifizieren und proaktive Schritte planen, um diese zu schliessen. Sollte man zum Beispiel bis anhin nur kleine Teams geleitet haben, kann man so überlegen, wie man Erfahrung im Management grösserer Gruppen sammeln kann. Eine Selbstbewertung hebt nicht nur Bereiche für Verbesserungen hervor, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten
 
Erfahrungen kann man immer sammeln
Viele Positionen erfordern mehr als nur theoretisches Wissen – sie müssen in der Praxis angewendet werden. Man kann in solchen Situationen nach Möglichkeiten innerhalb der aktuellen Position suchen, um die jeweiligen Erfahrungen zu sammeln. So kann man zum Beispiel, wenn man mehr Führungserfahrungen sammeln möchte, die Leitung neuer Initiativen oder Projekte übernimmt. Solche Aktivitäten zeigen nicht nur Initiative, sondern bieten auch wertvolle praktische Erfahrungen. Die Zusammenarbeit in übergreifenden Teams kann ebenfalls hilfreich sein, da solche Teams oft unterschiedliche Fähigkeiten erfordern und eine breitere Perspektive auf die Abläufe innerhalb einer Organisation bieten.
 
Mit dem eigenen Plan ans Ziel gelangen
Sobald man die eigenen Entwicklungsbereiche klar identifiziert hat, kann man einen persönlichen Entwicklungsplan erstellen. Dieser Plan sollte konkrete Massnahmen und Ziele zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten enthalten. Wenn man beispielsweise eigene strategische Denken verbessern möchte, setzt man sich das Ziel, innerhalb der nächsten sechs Monate einen Kurs in diesem Bereich abzuschliessen. Zusätzlich zur formalen Bildung kann eine Mentorin oder ein Mentor hilfreich sein: Diese erfahrenen Personen können wertvolle Ratschläge geben, Einblicke teilen und Feedback bieten. Netzwerken ist ebenfalls von grosser Bedeutung.
 
Resilienz braucht’s auch am Arbeitsplatz
Immer mehr Arbeitsplätze sind oft mit hohem Stress und grosser Verantwortung verbunden. Emotionale Resilienz ist entscheidend, um diesen Druck effektiv zu bewältigen. Praktiken wie Achtsamkeit, Meditation und regelmässige körperliche Aktivität können dabei helfen, Stress zu managen und das geistige Wohlbefinden zu erhalten. Ein starkes Unterstützungsnetzwerk ist ebenfalls wichtig, indem man sich mit Mitarbeitenden, Freunden und Familie umgibt, die einem in schwierigen Zeiten emotionalen Rückhalt bieten können.
Es ist schwer, mit einer Absage zurecht zu bekommen, besonders dann, wenn man das Gefühl hat, bereit zu sein. Dieses Feedback kann man aber als Chance zur Weiterentwicklung sehen lernen und diesen Rückschlag in eine starke Grundlage für künftiges Wachstum verwandeln. 

Bild: 123rf