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Attraktivität der Generation-Z für klassische Unternehmen

Veröffentlicht am 17.08.2023
Jede Generation lässt sich aufgrund ihrer grundlegenden Eigenschaften unterscheiden.
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Generation-Z anzusprechen und zu überzeugen. Aber auch für die Generation-Z bestehen eine handvoll Herausforderungen: Sie müssen sich gegen ihre Konkurrenz bei den Unternehmen attraktiv präsentieren. Es gibt einige Schritte, die Bewerbende der Generation-Z beherzigen können, um positiv von der Masse herauszustechen und ihre Stärken erfolgreich zu vermitteln.

von Dr. Nico Tschanz, Leiter des KMU-Zentrum Graubünden und Dozent an der Fachhochschule Graubünden FHGR

Diejenigen, die zwischen den späten 1990er und frühen 2010er Jahren geboren wurden, werden zur Generation-Z gezählt. Als aktuell jüngste Generation im Berufsleben bringen sie frischen Wind, innovative Denkweisen und digitale Kompetenzen mit. Etablierte Unternehmen haben hingegen oft gefestigte Strukturen, bestehende Unternehmenskulturen sowie Mühe, die jungen Arbeitenden anzusprechen. Mit dem richtigen Dreh können Bewerbende der Generation-Z das Problem aber auch selbst lösen und Brücken von den eigenen Vorstellungen und Wünschen zu den Realitäten in Unternehmen bauen. Das Modell der vorangehenden Generationen dient dazu als Denkrahmen für den Brückenschlag zu den Werten der jeweiligen Generation.

Mit Blick auf die Vergangenheit
Mit diesem Modell kann man sich in die Situation der vorangehenden Generationen hineinversetzen und deren besonderen Merkmale ansprechen. So lernt man, welche Vorstellungen und Anforderungen die jeweiligen Generationen an Mitarbeitende und Unternehmen haben und kann durch Empathie an Profil und Attraktivität gewinnen: 

  • Die Baby-Boomer-Generation steht für Leistungsbereitschaft und Hingabe zur Arbeit. Bewerbende der Generation-Z können ihre eigenen Erfolge betonen und aufzeigen, dass sie ebenfalls bereit wären, sich für ihre Karriere einzusetzen. 
  • Die Generation-X ist bekannt für ihre Vielfalt und Flexibilität. Generation-Z-Bewerbende können hier ihre Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit verschiedenen Menschen und Teams hervorheben und zeigen, wie sie dadurch eine Bereicherung für das Unternehmen sind. 

  • Die Generation-Y (auch Millenials genannt) ist diejenige, die mit der technologischen Entwicklung aufgewachsen ist. Millenials sind zudem vor allem für ihre Innovationskraft bekannt. Die Generation-Z kann in diesem Fall zeigen, dass sie mit ihren Ideen und Kompetenzen das Unternehmen voranbringen können und zukunftsfähig sind. 

Indem die Generation-Z bei einer Bewerbung ihre Stärken und Werte betont, gleichzeitig aber Respekt und Anpassungsbereitschaft zeigt, kann sie sich auch bei etablierten und traditionsreichen Unternehmen attraktiv präsentieren. Der Brückenschlag zwischen den Erwartungen der Generation-Z und den Unternehmen führen zu einer Situation, von der beide Seiten profitieren.

Das Beste von allen verbinden
Die Generation-Z per se bringt ebenso wertvolle Eigenschaften und Kompetenzen mit sich, die auch für klassische Unternehmen von grosser Bedeutung sind: Vielseitigkeit, Digitalkompetenz, Lernbereitschaft, Innovationskraft und Soft Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und interkulturelle Kompetenzen. Indem sie die eigenen Fähigkeiten mit den Eigenheiten und Vorstellungen der vorangehenden Generationen verbinden, können Respekt vor den bestehenden Unternehmensstrukturen zeigen und gleichzeitig die eigenen Stärken hervorheben, ohne sich verstellen zu müssen. Das kann der entscheidende Faktor sein, der die Brücke zum ersehnten Traumjob bildet.

KMU-Zentrum Graubünden
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Eine Kooperation vom Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) und der Fachhochschule Graubüngen (FHGR)

Bild: zVg