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Sprachen vor Ort lernen – jetzt den Schritt zu einem Auslandsaufenthalt machen!

Veröffentlicht am 03.03.2022
Je nach Land und Kontinent ist es aktuell einfacher, einen Sprachaufenthalt zu planen. Vom Bund unterstützte Programme ermöglichen, nebenbei Land und Leute kennenzulernen.
Wer würde sich schon öffentlich erlauben, jetzt von «der Zeit nach Corona» zu sprechen – dennoch geht das Empfinden des Grossteils der Schweizer Bevölkerung in diese Richtung – und damit auch der Wunsch, wieder Dinge zu machen, die man vor zwei Jahren geplant hatte.

von Lore Schmid, Geschäftsführerin/Inhaberin von Linguaservice in Chur

Wo sind aktuell Sprachkurse möglich? Eher in Europa oder doch in Übersee? Wer Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch lernen möchte, dem stehen die europäischen Destinationen für diese Sprachen inzwischen ohne grosse Einschränkungen offen. Die meisten Länder verlangen zwar eine Impfung, können aber vereinzelt auch nur mit Testauflagen bereist werden. 

Diesbezüglich «verspätet» sind die Überseedestinationen. Die USA sind zwar seit Längerem wieder zugänglich, aber immer noch nur mit vollständiger Impfung. Kanada und Australien haben erst im Februar ihre Grenzen wieder geöffnet, und vor allem in Australien gibt es immer noch Sprachschulen, die mit der Öffnung abwarten. 

Noch nicht für einen Sprachschulaufenthalt zu empfehlen ist Neuseeland, da die Grenzöffnung für Ausländer noch 
unbestimmt ist. In den letzten Wochen beliebteste Destination für Spanisch ausserhalb Europas war Costa Rica, da die Coronasituation dort weniger dramatisch war und inzwischen jedermann ohne Vorgaben einreisen kann.

Während oder nach der Berufslehre

Das vom Bund finanziell unterstützte Schul- und Praktikumsprogramm in einem EU-Land nach Wahl wurde während der gesamten Pandemiezeit weitergeführt. Dieses Programm steht allen Berufsrichtungen offen und ist eine einmalige Chance, mit geringen finanziellen Mitteln Arbeitserfahrung im Ausland sowie ausgezeichnete Sprachkenntnisse zu erwerben. Individuelle Teilnahme ist in den zwei Jahren nach Lehrabschluss möglich. Während der Lehre allerdings nur in einem bestehenden Gruppenprojekt wie das KV plus – initiiert vom KV Luzern – oder das KV 4.0 – initiiert von Schulen und Firmen in der Ostschweiz. Beide Programme stehen KV-Lernenden in der Deutschschweiz offen. Sie bieten den Abschluss eines Sprachdiploms und eine Arbeitsreferenz, die Berufserfahrung im Ausland bestätigt. Zudem wird die Teilnahme ins Lehrabschlusszeugnis integriert.

Auslandserfahrungen bereichern

Ob vor oder nach der Lehre, der Lernerfolg baut auf die Synthese von aktivem und passivem Sprachgebrauch. Diese Lernstrategie verbindet theoretische Kenntnisse mit der Anwendung im Alltag. Dies ist zu Hause kaum möglich. Zudem gilt immer noch: Auslanderfahrung bildet – nicht nur sprachlich. Das gewohnte Umfeld eine gewisse Zeit hinter sich zu lassen und andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, das sind Erfahrungen, die den Lebensweg bereichern. 

 

Das Auslandspraktikum 
Die Abwicklung eines Praktikums erfolgt durch die Nationale Agentur «Movetia» im Namen der Schweizerischen Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität (SFAM).  Linguaservice ist Projektträger und Kontakt für Beratung und Anmeldung. 

Linguaservice, Poststrasse 22, 7000 Chur, Telefon 081 353 47 85 
www.linguaservice.ch

 

Bild: 123rf