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Der Unterschied zwischen Zielen und Resultaten

Veröffentlicht am 02.09.2022
Der Unterschied zwischen Zielen und Resultaten
Um gewünschte Resultate zu erreichen, setzen sich Menschen Ziele. Oft aber sind diese Ziele zu vage formuliert, liegen zu weit in der Zukunft oder – im schlimmsten Fall – unrealistisch und ausserhalb des eigenen Einflussbereichs. 

von Tony Brechbühl, Spezialist für Performance Management mit Fokus seines Beratungsunternehmen auf die Freisetzung der Nutzenpotenziale in Teams sowie Einzelpersonen

Hochkonjunktur erlebt das Zielesetzen jeweils bei Neuanfängen wie dem neuen Geschäftsjahr, dem Jahreswechsel, dem Stellenwechsel oder dem eigenen Geburtstag. Fast jeder Neuanfang zieht eine Welle von Änderungswünschen mit sich: Man nimmt sich vor, weniger Zeit auf den sozialen Medien zu verbringen, abzunehmen, endlich die Garage aufzuräumen oder eines der zahlreichen Bücher zu lesen, die schon lange unberührt im Regal stehen.
Im Grunde ist man den ganzen Tag bewusst oder unbewusst damit beschäftigt, Zielen nachzueifern: den eigenen oder den fremdbestimmten, den kleinen und den grossen, den klaren oder den sehr vagen.

Ziele werden definiert, Resultate sind das Ergebnis

Ziele sollten so definiert werden, dass sie ausschliesslich im eigenen Einflussbereich liegen und bei entsprechendem Einsatz auch erreicht werden können. Jens Corssen, Psychologe, nennt das «das innere Spiel gewinnen»: Es hängt von den Zielsetzenden selber ab, wie viel sie investieren wollen und ob die Ziele erreicht werden.
Resultate (Corssen: das «äussere Spiel») hängen oft von vielen externen Faktoren ab. Das Umsatzwachstum hängt selbstverständlich von den eigenen Aktivitäten ab, aber eben auch von den Aktivitäten der Konkurrenz, der Konjunktur, Lieferfristen und vielen anderen Faktoren, die man nicht direkt beeinflussen kann. Man kann sein Bestes geben und dennoch das gesetzte Ziel verpassen. 
Das führt häufig zu unnötiger Frustration und dem Ergebnis, dass die Motivation und Energie für weitere Aufgaben darunter leiden. Es liegt auf der Hand, dass in einem solchen Fall auch Gründe, weshalb das Ziel nicht erreicht wurde, sehr viel einfacher durch externe Faktoren zu erklären sind und man nicht bei sich selber nach ihnen sucht.

Zielerreichung muss gefeiert werden

Falls man ein Ziel, wie es hier im Artikel definiert wird, verfehlt hat, ist es wesentlich einfacher, aus den eigenen Fehlern zu lernen und nötige Anpassungen zu machen. Vielfach sind die Ziele zu vage gesetzt oder liegen zu weit in der Zukunft. 
Dabei hilft die Erkenntnis, dass man praktisch jedes Ziel in einzelne Schritte unterteilen kann, die nacheinander auszuführen sind. Bekanntlich beginnt die längste Reise mit dem ersten Schritt. Dabei kann die sogenannte Tomato-Methode eine grosse Hilfe sein: Man setzt sich dabei das Ziel, exakt 25 Minuten Zeit fokussiert, also ohne Störungen und Unterbrechungen, an genau einer Aufgabe zu arbeiten. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, feiert man den Sieg. Das mag zuerst etwas seltsam wirken, denn ein Ziel mit einem Zeitrahmen von lediglich 25 Minuten scheint nicht der Rede wert. Trotzdem: Das vorgenommene Ziel wurde mit voller Konzentration und dem qualitativ hochstehenden eigenen Einsatz innerhalb dieser Zeit erreicht. 
Mit einer Siegesfaust, einem Glas Wasser oder dem Summen der Lieblingsmelodie lässt sich vorzüglich feiern. Nun ist man bereit für die nächsten 25 Minuten und so weiter. Das Grossartige daran ist, dass man nicht warten muss, bis man das gesetzte Resultat erreicht hat, das in der heutigen Zeit Wochen oder Monate in der Zukunft liegen kann. Man ist sich viel bewusster, dass man heute an verschiedenen Zielen gearbeitet hat und Fortschritte erzielt hat.

Eigene Ziele sind motivierender

Auf die Frage «Wenn man zehn Liegestützen ausführen soll, welche ist die wichtigste?» sollte die Antwort stets «die Elfte» sein. Denn diese ist diejenige, welche nicht fremdbestimmt war und somit das eigene Ziel darstellt. Ziele, die selbstständig erreicht werden können, sind motivierend, erfüllen einen mit Stolz und liefern somit die nötige Energie für die nächsten Ziele.

Mit smarten Zielen zum gewünschten Resultat
Klar definierte Ziele sind die halbe Miete. Die smart-Methode hilft bei der Zielsetzung:

  • Spezifisch Ist das Ziel klar formuliert? Ist kein Raum für Interpretationen offen?
  • Messbar Ist der Fortschritt messbar? Woher weiss man, dass das Ziel erreicht wurde? 
    Wichtig: Fortschritte feiern.
  • Ambitioniert und ausführbar
    Ist das Ziel erreichbar und vernünftig? 
  • Relevant Macht das Ziel Sinn?
  • Terminiert Was ist der zeitliche Rahmen?  

Telefon 079 795 82 76
www.tonybrechbuehl.ch

Bild: zVg