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Die Bedeutung von Resilienz für die Arbeitswelt

Veröffentlicht am 17.10.2019
Die einen zerbrechen an Schicksalsschlägen, andere können solche eher akzeptieren und erstarken daran. Resiliente Menschen sind psychisch widerstandsfähig, übernehmen Verantwortung und haben die Stärke, in belastenden Situationen Lösungen zu finden. Eine bedeutende Rolle spielen dabei die Fähigkeit zu kommunizieren sowie stabile Beziehungen. Gerade in der heutigen digitalen Arbeitswelt sind das entscheidende Erfolgsfaktoren.

von Simon Hartmann, Inhaber/Geschäftsführer von Hartmann Personal

Resilienz hat seinen Ursprung im lateinischen Verb «resilire». Es bedeutet so viel wie «abprallen». Wer im Zusammenhang mit geistiger Gesundheit das Wort Resilienz verwendet, spricht über die psychische Widerstandsfähigkeit, über die ein Mensch verfügt. Resiliente Menschen sind eher in der Lage, persönliche Rückschläge zu verkraften oder berufliche Krisen konstruktiv zu bewältigen. Und diese Menschen gehen aus Tiefs eher gestärkt als geschwächt hervor. 

Druck im Berufsleben 

Seit einigen Jahren wird der Begriff der Resilienz vor allem in Bezug auf die steigenden Anforderungen des Arbeitslebens immer wichtiger. Trotz grossen Wohlstands, geringer körperlicher Belastung und allerlei technischer Errungenschaften, die das Leben eigentlich leichter machen sollten, fühlen sich viele Menschen ständig unter Druck. 
Hoch sind die Ansprüche an Schnelligkeit und Professionalität im Berufsalltag. Menschen brauchen mehr denn je die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Rückschläge wegzustecken und dem hohen Arbeitstempo standzuhalten. Verfügen Arbeitnehmende über diese Fähigkeit, sorgen sie dafür, dass ihre eigene Motivation und Leistungskraft erhalten bleiben – und damit die Freude an der Arbeit.

Optimismus als Grundhaltung 

Resilienz ist unter anderem abhängig von Eigenschaften, die man dem Charakter oder der Persönlichkeit eines Menschen zuordnet. Resilienten Menschen schreibt man Humor zu und eine hohe Kommunikationsbereitschaft. Neben den Charaktereigenschaften spielen Haltungen und Einstellungen, die der Mensch im Laufe seines Lebens entwickelt, eine entscheidende Rolle für seine Resilienz. Resiliente Menschen können zum Beispiel eher akzeptieren, dass Krisen, Krankheiten und belastende Ereignisse zum Leben dazugehören. Sie sind weniger auf die Fehler, die sie machen, fixiert, sondern können ebenso gut erkennen, was ihnen gut gelingt und worin sie erfolgreich sind. Zentraler Resilienzfaktor ist die Selbstwirksamkeit, also die Überzeugung, dass man Einfluss auf sein Leben hat. Resilienz bedeutet auch: Raus aus der Opferhaltung und Verantwortung übernehmen für das eigene Leben und Handeln, aufgrund des Selbstvertrauens, genug Stärke für die Lösung in sich zu haben. Wichtig ist auch, um Hilfe bitten zu können, denn soziale Kontakte, emotionale Bindungen und stabile Beziehungen sind ein wichtiger Grundpfeiler gelebter Resilienz.

Bild: pexel/Pixabay