Sprachen lernen in der Berufsbildung – sein Profil für die Zukunft schärfen

Der Bund leistet finanzielle Unterstützung für junge Berufsleute im Rahmen des Erasmus-plus-Austauschprogramms in Europa. Die Projekte sollen nicht nur die sprachlichen Kompetenzen fördern, sondern auch eine Entwicklung auf persönlicher, sozialer, interkultureller und fachlicher Ebene initiieren und somit die Arbeitsmarktfähigkeit erheblich steigern.
Veröffentlicht am 07.10.2021 von Südostschweizjobs.ch
Gute Aussichten mit einem Sprachkurs im Ausland – berufliche und persönliche Gewinne warten auf junge Berufsleute.
Der Bund leistet finanzielle Unterstützung für junge Berufsleute im Rahmen des Erasmus-plus-Austauschprogramms in Europa. Die Projekte sollen nicht nur die sprachlichen Kompetenzen fördern, sondern auch eine Entwicklung auf persönlicher, sozialer, interkultureller und fachlicher Ebene initiieren und somit die Arbeitsmarktfähigkeit erheblich steigern.

Lore Schmid ist Inhaberin von Lingua Service, Chur (Sprachkurse weltweit und Erasmus- plus-Programme)

Viele Berufsfachschulen in der Schweiz bieten heute Fremdsprachenunterricht auf verschiedenen Levels an, um so den unterschiedlichen Vorkenntnissen und Zielen des Einzelnen Rechnung zu tragen. Wird diese theoretische Vorbildung noch durch einen längeren Aufenthalt im Sprachraum ergänzt, werden alle Komponenten des Spracherwerbs zusammengebracht und der Boden für effektives Lernen bereitet. Zusätzlich wird im Praktikum die natürliche Interaktion im Berufsfeld erworben. 

Theorie und Praxis verbinden 

Die Interaktion von Theorie und Praxis verspricht also beim Sprachenerwerb Effizienz und Erfolg. Insbesondere dann, wenn die Immersion nicht nur in der Freizeit, sondern im Berufsalltag stattfindet. Dort sind die Voraussetzungen für schnellen Fortschritt in der Kommunikation optimal, und die für den beruflichen Gebrauch notwendige natürliche Anwendung der Sprache wird stark verbessert. 
Die Möglichkeit eines Jobs im gelernten Beruf – während oder nach einer beruflichen Grundbildung – ist im Moment trotz der Pandemie eine machbare Option, da in vielen Ländern Europas Teilnehmende aus Erasmus-Projekten die Einzigen sind, denen eine Anstellung angeboten wird.

Alternativen nach/während der Lehre

Die nachfolgend erwähnten Zielgruppen aus der ganzen Schweiz können von den erwähnten Berufsbildungsprojekten profitieren.

  • Nach Abschluss der Lehre: alle Berufe – Das Europapraktikum – mit oder ohne Sprachdiplom – steht Lehrabgängern für vier bis zwölf Monate offen. Die individuell wählbare Dauer der Kombination von Sprachkurs und Praktikum sowie passende Startdaten mit Abreise in den zwei Jahren nach Lehrabschluss nehmen auf verschiedenste Lebenssituationen Rücksicht.
  • Während der Lehre (nur kaufmännische Berufe): KV plus – Teilnehmende aus der ganzen Schweiz sind willkommen, zweisprachiger Auslandaufenthalt von total zwölf Monaten. Kombination von Sprachschule und Praktikum.
  • Während der Lehre (nur kaufmännische Berufe): Ostschweizer Projekt KV4.0 – Vier Monate Auslandsaufenthalt, integriert in ein Zwischenjahr zur persönlichen und beruflichen Entwicklung. Neben der sprachlichen Entwicklung soll vernetztes Denken, Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz erworben werden.

Die Attraktivität der Lehre steigern

Die Projekte während der Lehre wurden von innovativen Berufsfachschulen initiiert und sollen zur zeitgemässen Entwicklung in der Berufsbildung beitragen. Sie stehen Berufsschülerinnen und Berufsschülern aus der ganzen Schweiz zur Verfügung. Man möchte damit zukünftig der internationalisierten Arbeitswelt Rechnung tragen und im Kampf um Talente die Attraktivität der Lehre stärken. Langfristig sollen solche Angebote dem Fachkräftemangel entgegenwirken und nachhaltig die Schweizer Wirtschaft stärken.

Bild: 123rf